Aktuell

Search our Site

Absolutum Blog

.
2 minutes reading time (344 words)

Das schlechte Gefühl

Selbst als reglementierter Kontrollproze?? produziert e-Mail-??berwachung unerwünschte Effekte.

 

 

???Disclaimer: Inhalt und Beilage sind nur für den in der ursprünglichen Kopfzeile vermerkten Empfänger bestimmt. Der Inhalt ist vertraulich. Falls Sie nicht als eigentlicher Empfänger gedacht waren, bitten wir Sie den Inhalt als gegenstandslos zu betrachten und die Mitteilung zu vernichten.???

??berwachung setzt diesen Disclaimer au??er Kraft ??? schlechthin und prinzipiell. Sie verletzt die Vertraulichkeit und betrachten den Inhalt niemals als gegenstandslos. Nimmt das Unternehmen eine solche Ironisierung in Kauf, mu?? es mit Effekten rechnen. Diese Effekte sind ???psychologischer??? Art. Selbst wenn private e-Mails verschlüsselt und nur geschäftliche e-Mails überwacht werden, treten sie auf. Sie sind auch dann nicht zu neutralisieren, wenn ein Reglement die ??berwachung zu einem ???korrekten??? und ???kontrollierten??? Kontrollproze?? erklärt.

Es sind Effekte, die sich aus dem Gefühl ergeben: ???Ich werde beobachtet???. Werde ich beobachtet, fühle ich den Zwang, nichts zu tun, das dem Beobachter nicht gefallen, ihn irgendwie irritieren oder gegen mich ausgelegt werden könnte.

Das Gefühl, der Beobachtung ausgesetzt zu sein, raubt mir Energie. Wo auch immer ich in der Hierarchie des Unternehmens stehe: Ich wei?? nicht nur nicht, was genau der Beobachter gerade beobachtet und was er dabei denkt. Vielmehr wei?? ich nicht, wie ich umgekehrt den Beobachter beobachten könnte. So flie??t aus dem Gefühl, beobachtet zu werden, meine Aufmerksamkeit in eine für mich undurchschaubare Hintergrundswirklichkeit ab. Je mehr ich diese zu ignorieren versuche, desto eher wird sie sich aufdrängen. Dafür sorgt das Gefühl, ohne mein Zutun. Wer glaubt, dieses Gefühl nicht zu kennen, sollte einmal darauf achten, was mit ihm geschieht, wenn er lesend im Zug sitzt und auf einmal bemerkt, da?? er die ganze Zeit über von einem anderen beobachtet wird.

Und nicht zuletzt: Das Gefühl, der Beobachtung ausgesetzt zu sein, verdrie??t mich. E-Mails sind für die Erledigung meiner täglichen Aufgaben unverzichtbar. Ich erhalte viele e-Mails und ich bin gezwungen, viele e-Mails zu schreiben. Sie sind unter Zeitdruck abgefa??t, im Kampf um Erfolg, im Netz der Machtspiele. Ich kann nicht wollen, da?? der Disclaimer in der Fu??zeile jederzeit von einem mir unsichtbaren ??berwacher ignoriert werden darf.

Werde ich überwacht, werde ich enttäuscht
Na und?
logo
Falkenplatz 5

Postfach
3012 Bern

 

Letzte Blog-Posts

Zum ABSOLUTUM Letter anmelden

Der Letter erscheint periodisch und liefert Ihnen wertvolle Inspiration zu Top-Management-Themen.

Room Booking

Thanks for staying with us! Please fill out the form below and our staff will be in contact with your shortly.